Veronika Abigail Beringer | Kunst ab Hinterhof

Veronika Abigail Beringer

Veronika Beringer hat Malerei und Animationsfilm an der Universität für angewandte Kunst Wien (Prof. Judith Eisler) sowie an der Fakultät Belas Artes Lisboa studiert.

In ihrer künstlerischen Praxis erstellt sie analoge und digitale Collagen, die sie im weiteren Schritt in Ölmalerei, Keramik Arbeiten oder andere Medien übersetzt. Bei der Übersetzungsarbeit ihrer Collagen legt sie viel Wert darauf, die Qualität der einzelnen Elemente beizubehalten — wie zB. die Struktur, Beschaffenheit der Oberfläche oder Höhenunterschiede. Die Einzelteile ihrer Collagen werden immer weiter fragmentiert — so ähnlich wie Sedimente bzw. Ablagerungen unserer Zeit. Diese Fragmente durchleben diverse Prozesse, beziehen sich auf Voriges, verschmelzen miteinander oder schweben teils komplett identitätslos und entwurzelt im Raum. Diese Anhäufungen von Elementen können als Analogie zu unserer eigenen Identität gesehen werden. Sie verkörpern den Wunsch nach einer gefestigten und vollen Identität. Was letztlich jedoch eine Illusion bleibt, weil sich alles ständig neu formt und verändert.

Anhand der Metapher von Wasser hat sie in ihrer Diplomarbeit Allround Schwimmer ihren Arbeitsprozess versucht zu hinterfragen und zu beschreiben. Wasser ist besonders durch seine Übergängigkeit gekennzeichnet. Es ist sozusagen die Metapher einer Metapher — das Übergehen von einem ins andere. In ihrer Arbeit hat sie sich daher mit der Zirkulation, Appropriation und Transformation von Material auseinandergesetzt. Diese Fluidität und Reflexionen zur Übergängigkeit von Materie werden in ihren Arbeiten ersichtlich.

2016 wurde ihr Kurzfilm grenzenlos mit dem Radar Award ausgezeichnet. Ihre Arbeiten wurden u.a. in den Krinzinger Projekten, Parallel, Galerie die Schöne, wasserwasser, Moë und perlimpinpin in Wien gezeigt.

 

vibia.at

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